500 Millionen – Das kleine Dankeschön an die Großen

500 Millionen will die freiheitliche Sozialministerin bei der Unfallversicherungsanstalt einsparen. Aber wer soll die halbe Milliarde bekommen?

Die Antwort ist ganz einfach: Die „Wirtschaft“ soll in Zukunft statt 1,3 nur noch 0,8 Prozent der Lohnsumme einzahlen. Sie erspart sich damit 500 Millionen.

Aber wer ist „die Wirtschaft“? Der Tischler mit neun Mitarbeitern erspart sich pro Jahr rund 1.400 Euro. Dem Neo-Milliardär Stefan Pierer schenkt die freiheitliche Ministerin dagegen rund drei Millionen.

Die 500 Millionen kassieren vor allem die Großen. Es ist die klassische Umverteilung, von unten nach oben. Ganz einfach und ganz ungeniert.

Es ist aber auch ein Anfang vom Ende. Wenn der AUVA eine halbe Milliarde gestrichen wird, wird sie selbst streichen müssen: bei Prävention und bei Langzeitbehandlungen zuerst, in den Kernbereichen der Versorgung bald darauf.

Die Rechnung für Pierer & Co. zahlen Menschen, die im Berufsleben krank geworden sind. Auch bei KTM.

Aber das stört in ÖVP und FPÖ kaum jemanden. Die ÖVP lebt nicht von Patienten, sondern von Spendern.

Stefan Pierer kann zufrieden sein. Seine Wahlspende von 436.563 Euro an Sebastian Kurz amortisiert sich schon im ersten Jahr. Ihre Nettoverzinsung beträgt rund 700 Prozent.

Nicht nur in der Wirtschaft nennt man das eine gute Anlage.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*