Der amerikanische Angriff

„Standard“ und „profil“ haben die erste Selektorenliste des BND gefunden. Jetzt protestieren Kanzler und Bundespräsident gegen Deutschland. Sie zielen daneben. Die Selektorenliste kommt aus den USA. In der Operation gegen Österreich und 30 weitere europäische Staaten war der BND von Anfang an nur ein Werkzeug der NSA.

Von 2002 bis 2012 schöpfte der BND die Daten der internationalen Telekommunikation beim Telekom-Knoten Frankfurt im Auftrag des deutschen Bundeskanzleramtes im Rahmen der Operation „Eikonal“ ab. Die Leitungen, die Staaten über die ganze Welt verbanden, wurden total abgeschöpft, die Daten in das bayrische Bad Aibling weitergeleitet. Dort wartete von 2005 bis zum 8. Mai 2012 die NSA mit ihren – weltweit 2013 rund 8,7 Millionen – Selektoren im Rahmen der JSA, der Joint SIGINT ACTIVITY.  Einige der NSA-Selektoren finden sich in der jetzt veröffentlichten „2000er-Liste“.

Eikonal war ein großer Feldversuch der NSA. In den USA war der totale Zugriff auf die Daten verboten – also entschied man sich für Deutschland. Die NSA wollte wissen, was der Full Take – das Absaugen aller Daten – bringt.

Dazu erstellte die NSA Selektoren. In der Regel waren das TKM – Telekommunikationsmerkmale, in besonderen Fällen auch Namen. Der BND versuchte, mit der DAFIS-Liste deutsche Anschlüsse herauszufiltern und damit deutsche Staatsbürger zu schützen. Bürger befreundeter EU-Staaten blieben ohne jeden Schutz.

Der BND erforschte für die NSA, wie man die Telekommunikation einzelner Staaten gezielt angreift – und über welche europäischen Staaten das am besten funktioniert. Dazu erstellt die Deutsche Telekom eine „Länderliste Transit“. Sie beginnt mit „Niederlande“ und den 25 Staaten, die über niederländische Kanäle angegriffen werden können. Nummer 10 auf dieser Liste ist Österreich.

Die 7. Spalte zeigt die Staaten, die über „Österreich“ angegriffen werden können:

  1.  Australien
  2. Indonesien
  3. Irland
  4. Japan
  5. Philippinen
  6. Russland
  7. Schweden

Genau das ist passiert. Über die 2000er-Liste wurden Unternehmen und Organisationen in Österreich ausgespäht. Und über die internationalen Leitungen wurden die weiteren Ziele in Drittstaaten angegriffen. Daneben gibt es Selektoren, die direkt auf Personen auch in Österreich zielen.

Inzwischen läuft die Totalüberwachung unserer Handys, unserer Mails und unseres Internets nicht mehr über JSA, sondern über Horchstationen mitten in Wien und über Satelliten, die als Datenstaubsauger über uns kreisen. Die Abhörstationen sind bekannt. Sie stehen unter dem Schutz unserer Regierung. Niemand in Bundeskanzleramt oder Innenministerium will es sich mit dem ganz großen Bruder und seinem Mitläufer in Berlin anlegen.

Im Mai 2015 habe ich über all das die StA Wien, das BVT und Innenministerin Mikl-Leitner informiert. Die Folge: ein unterbrochenes Verfahren der StA, Ratlosigkeit im BVT und ein hilfloser Brief der Ministerin nach Berlin.

Wieder einmal bleibt nur ein Ort, an dem zumindest Aufklärung stattfinden kann: das Parlament und sein BVT-Untersuchungsausschuss. Dort werden wir es versuchen.

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3 Kommentare

  1. Herr Pilz und geschätzte Partei Kollegen,

    Als einer ihrer ~250.000 Wähler, würde mich ein Weiteres Thema heiß interessieren.
    Mir ist natürlich klar, dass es in der heutigen Zeit sehr viele Wichtige Themen gibt und ihr nur eine kleine Partei mit begrenzten Personal und Ressourcen seit.

    In diversen Foren und Communitys gibt es ein aktuelles brand heißes Thema. Und zwar die Urheberrechtsreform der EU, die am 20.juni, durch gesetzt werden soll.

    Mit meinen 30Jahren, habe ich den Aufstieg des “freien“ Internets mit erlebt und das würde ich mir auch für meine Kinder wünschen.
    Leider gibt es dazu so gut wie nichts in der Mainstream Presse.

    Vielleicht haben sie die Möglichkeit dabei mehr zu erwirken als ich. Denn ich hab meine Stimme bei der österreichischen Parlaments Wahl schon abgegeben, bekomme aber bei der Eu Wahl nächstes Jahr wieder eine 😉

    Lg Thomas

  2. Die Methoden der USA sind in der Anwendung zwar kompliziert aber im genauen einfach aufgebaut.

    Die Datensammlung funktioniert nicht nur über die Knotenpunkte so dern auch über eine versteckte Software unteranderem in den Appl Produkten.

    Die USA und NSA spart sich so einen Bau eigenes Mega Rechners und verwendet die Masse der Geräte und suchen Speicher als zusammen gefügten super Rechner der global gesehen zwischen den Kontinenten immer springt.

    Das eigene Computer System der Soll Geräte ermöglichen so das jeder Ursprung der bespitzelungen von Standort nicht fest zu stellen ist und ermöglicht so denn Zugang bis in höchste Ebene.

    Es geht nicht um das Daten Sammeln selbst sondern um den uneingeschränkten Zugang in alle Bereiche und das diese versteckten Tätigkeiten mit einer gigantischen Masse an Informationen überflutet werden damit diese Aktivitäten nicht nachvollziehbar sind.

    Sogar Steven Jobs hat damals sich geweigert der NSA das Appl Netzwerk zu übergeben da es zu mächtig ist und ein extrem großes gefahrenpotential beherbergt.

    Nicht mal der BVT kann sich selbst schützen außer er würde für den Österreichischen Raum eine eigene Software dafür konzipiere was finanziell unmöglich wäre.
    Der Israelische Geheimdienste Mossad hat so eine eigene Appl Software die der Österreichischen Geheimdienste zwar bekommen hat aber nur in der einfachsten Software Version.
    Anscheinend hat der Israelische Geheimdienst die Erlaubnis bekommen eine eigene abgeändert Software zu erstellen und zu verwenden um seine Szaatsangehörigen zu schützen.
    Sogar Lehrer in Jüdischen Schulen in Wien haben aus Sicherheitsgründen diese Software auf ihren Telefonen installiert.

    Im Gegenteil unsere Politiker aber nicht.
    Die SPÖ hat ihren Wirtschaftlichen Vorteil das diese teilweise über das ÖBB Basanetzwerk kommunizieren kann zu ihren Schutz.

    Die NSA hat zum Beispiel sämtliche Informationen über die FPÖ seid über 10 Jahren von jeden ihrer Angehörigen gespeichert und gesichert.

    Auch in anderen Organisationen in Österreich sowie Europaweit.

    Auf vielen Telefonen sind zum Beispiel Software Programme die die NSA unter anderem auch in Nevada Las Vegas zu Beeinflussung des Menschen erforscht hat in bestimmten Casinos Versteckt.

    Eine spezielle Software die auf optische Reize reagiert ursprünglich für die Casino Spiele Welt die jetzt jedes Kind das am Telefon spiele besitzt ebenfalls betrifft.
    Ursprünglich sollte diese Software das lernen erleichtern aber diese kann auch zur Sicht sowie Manipulation der eigenen Meinung verwendet werden.

    Die USA saugt nicht nur Daten ab sondern ist auch in der Lage verschiedenste Bevölkerungsschichten zu lenken und zu manipulieren.

    Und wer die Bevölkerung manipulieren kann der kann auch das gesamte Land manipulieren und dessen Abläufe regulieren.

    Und es wird nicht besser sondern schlimmer.
    In den Jahren 2004 – 2012 viel auf des viele dieser Programme über Facebook durch Drittanbieter in die Öffentlichkeit verteilt wurden und einige haben darauf reagieren müssen da diese zu weit Einfluss hatten so das sogar Bankangestellte vor dem Arbeitsbeginn auf Viren umd Spy Software heimlich kontrolliert werden mussten um dem Betrieb nicht zu Schaden.

    Die große Frage stellt sich darin wie weit wird man sich in Zukunft vor solchen Vorgängen schützen können?

    Weil es immer schwieriger wird diesen Schutz zu erhalten.

    Für die Zukunft wird es aber sehr interessant werden das Vorgehen zu verfolgen wie man bessere Schutz erhalten kann.

    Weil die NSA und CIA in der Lage ist den meisten Österreichischen Politikern am Abend zu zu hören wen dieser seinem Partner einen Gute Nacht Kuss gibt und diese sogar diesen Ablauf mithören können.

    Das beste Beispiel war das Abhören damals von Angela Merkel ihres Telefons.

    Und wen damals sich nicht mal Freu Merkel schützen konnte dann die kleineren überhaupt nicht.

    Hoffen wir nur das es besser wird.

    Der Name Ironie ist nur zu meinem Schutz wobei neugierige meine echte Identität so und so wissen!

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